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Biographische Daten:

Uda Kiyoko (geb. 1935) wurde in der Präfektur Yamaguchi geboren und begann im Alter von 19 Jahren Haiku zu schreiben. Sie wurde Mitglied von Shirin und schloss sich 1970 der Haiku-Gruppe Soen [Grünanlage] an, geleitet von Katsura Nobuko (1914-2004). Von 1976 bis 1985, gemeinsam mit Tsubouchi Nenten, Herausgeberin des Gendai Haiku Journal. 1985 wurde sie Herausgeberin von Soen. Uda Sensei war Begründerin der Osaka Studiengruppe zur Haiku-Geschichte und ist die jetzige Präsidentin der Modern Haiku Association (Gendai haiku Kyôkai), Vorsitzende von "NHK Haiku Welt" (NHK ist die japanische Rundfunkanstalt) und Jurorin des Auswahlkomitees für die Haiku-Spalte der Zeitung Yomiuri.

 
 
Veröffentlichungen:

Haiku: Rira no ki [Fliederbaum], 1970; Natsu no hi [Sommertage], 1982; Hanto [Halbinsel], 1988; Zô [Elefant], 2001, u. a. Essays: Tsubakuro no Hibi [Tage der Schwalben] 1994; Hitoba no tegami kara [Kriegserinnerungen aus einem Stapel Briefe] 1995; Watashi no saiji nôto [Meine Bemerkungen über saisonale landwirtschaftliche Ereignisse] 2002; Satoyama saijiki [Essays zum Satoyama Saijiki] 2004; Ko-kigo to asobu [Historische kigo, spielerisch] 2007; u.a. Herausgeber: Katayama Tôshi shû [Gesammelte Haiku von Katayama Tôshi] 1984; Josei haijin no keihu [Genealogie der Haikudichterinnen] 2002; u.a. Mitherausgeber: Josryû haiku shûsei [Gesammelte Werke von Dichterinnen] 1999; Gendai haiku dai jiten [Enzyklopädie des Gendai Haiku] 2005; u.a.


Auszeichnungen:

2002: Preis der Modern Haiku Association; 35ster Dakotsu Preis (2001); Japanische Ehrenmedaille, Das Rote Band (2002) (Shiju hô shô).

 

 
Herkunftshinweise des Materials dieser Seite:

Richard Gilbert, “Cross-cultural Studies in Gendai Haiku: Uda Kiyoko” Gendai Haiku Online Archiv (2007), Kumamoto Universität, Japan <gendaihaiku.com>.  
 
Deutsche Untertitel: Udo Wenzel, Hamburg.  
 

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Uda Kiyoko


 
 
 
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Ausgewählte Haiku

 
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Uda Kiyoko-sensei, Präsidentin der Modern Haiku Association, wurde 2002 mit der Japanischen Ehrenmedaille ausgezeichnet und gehört zu den angesehensten führenden Persönlichkeiten des Gendai Haiku und darüber hinaus der literarischen Gesellschaften Japans. Seit vielen Jahren ist sie inbesondere auf dem asiatischen Kontinent als Internationale Repräsentantin tätig und leitete den kulturellen und künstlerischen Austausch ein.

 

“Die Essenz dessen, was ich bedachte, als ich eine Zeit in satoyama [eine bekannte ländliche Region, die seit Jahrhunderten landwirtschaftlich genutzt wird] verbracht hatte, scheint einfach zu sein: die Hoffnung, dass Menschen ihre selbst hergestellten saisonalen Lebensmittel essen können, die Hoffnung, dass Menschen in Flüssen mit trinkbarem Wasser schwimmen können, die Hoffnung, dass Menschen ihre Kinder ohne Notnahrungsmittel (wie sie von LARA geliefert wurden) ernähren können, infolge der Verwüstungen durch den Krieg”.
      Uda Kiyoko. Satoyama saijiki: Tanbo no mawari de [Satoyama Saijiki: Die Umgebung des Reisfelds]. Tôkyô: NHK Publications 2004, S. 175. [LARA: 'Licensed Agencies for Relief in Asia' lieferte im Japan der Nachkriegszeit Lebensmittel für hungernde Kinder].

 

 

Haiku und das Land, Teil 1 — Uda Sensei erörtert einen wichtigen Aspekt ihrer Erfahrung und ihrer Philosophie. Er berührt sowohl die Wurzeln der menschlichen Zivilisation in einer Agrargesellschaft als auch die Integration des Menschlichen mit dem Land, den Jahreszeiten, den Zyklen der Zeit und dem gesamten Ökosystem (Flora, Fauna und so weiter). In diesem Beitrag macht Uda u.a. auf das Problem aufmerksam, einen „Ort“ auf gekünstelte oder wie sie es nennt, „spezielle“ Weise zu behandeln. Sie weist darauf hin, dass das Gendai Haiku sich wahrscheinlich, um seine Dynamik zu bewahren, in eine Richtung weiterentwickeln muss, die die Welt der Natur und das Ökosystem auf grundlegendere Weise berücksichtigt.

 


Haiku und das Land, Teil 2 — Zur Zeit verwende ich die Umweltproblematik als wichtige Thematik in meinen Haiku. Ich empfinde, dass wir in der Welt leben, als lebten wir auf dem Grund eines riesigen Wasserkruges [mizugame]. Aber es ist nur noch wenig übrig auf dem Boden dieses Kruges ... Umweltthemen ... Das ist meine Hauptbeschäftigung ... deshalb dichte ich Haiku darüber, denn das Haiku ist ein exzellentes Mittel, um diese Anliegen auszudrücken. (aus dem Transkript des Interviews)